Citylight Contact

Seit dem 01.10.2018 ist die hKDM (Hochschule für Kunst, Design und Musik) mit der Hochschule Macromedia verschmolzen. Bei diesem Projekt handelt es sich noch um ein Projekt der hKDM.

 

Von Tag- und Nachtträumen

Studierende der Hochschule für Kunst, Design und Musik (hKDM) gestalten groß angelegte Plakatkampagne in Kooperation mit Citylight contact aus Offenburg

Öffentlicher Raum wird zur Ausstellungsfläche von mehrteiligen, visuellen Kurz- geschichten. Wo gewöhnlich große Unternehmen wie Mediamarkt oder H&M werben, werden aktuell Arbeiten ausgestellt von Freiburger Design-Studenten.

Citylight-Plakate besitzen mittels ihrer großen beleuchteten Flächen in der Dämmerung, während des Berufsverkehrs, und bei Nacht in größeren Städten eine besonders hohe Wirkungskraft und Aufmerksamkeit. Sie sind überall dort zu finden, wo sich Menschen tummeln, der Verkehr rege fließt, die Orte lebendig sind. Die Plakatvitrinen sind in der Regel an den prominentesten Stellen dieser Orte platziert.

Das sogenannte Stadtmobiliar wird vom Unternehmen als Eigner den Gemeinden und Städten zur Verfügung gestellt in Form von überdachten Wartehäuschen und öffentlichen Toiletten etc. Im Gegenzug erwirbt das Unternehmen damit die Rechte diese Flächen als Werbeflächen zu vermieten. Bekannte und international agierende Unternehmen sind die großen der Szene: WallDecaux aus Berlin und Stroer aus Köln.

Die Strecke, beginnend im Raum Karlsruhe bis nahezu fast in den Kaiserstuhl reichend unterhält die Firma CitylightContact aus Offenburg. Der Unternehmer und Inhaber Claus Ruh hat bereits in den vergangenen Jahren mit anderen Hochschulen kooperiert und wollte diese Tradition nun mit der hKDM Freiburg fortsetzen.

Der Kurs Visuelle Konzepte unter Leitung von Moritz Lang findet im 3. Semester statt und hat im vergangen Wintersemester nahezu 50 unterschiedliche Konzepte entwickelt. Gesucht war ein starkes Plakatmotiv, welches bei der Konzeption und Gestaltung Bezug auf die technische Option mit hinterleuchteten Plakatflächen zu spielen nimmt.

Mittels der Addition von Bildelementen bei Tag und bei Nacht sollte die Wahrnehmung des Betrachters angeregt werden. Dazu sollte eine inhaltlich wirksame Botschaft formuliert werden, welche auf die Vorteile von hinterleuchteten Plakatflächen hinweist. Dabei konnte sich diese sowohl direkt an die Kunden des Unternehmens als auch die allgemeine Öffentlichkeit richten.

Während der Präsentation konnten sich die Initiatoren der Kooperation von einer starken Qualität der ausgestellten Ideen und Entwürfe überzeugen. Rektor Prof. Steffen Rümpler gefiel besonders die große Vielfalt der aufgegriffenen Möglichkeiten an die Aufgabe heran zu gehen.

Verschiedene Illustrationsrichtungen, fotografische Lösungen , viele unterschiedliche typografische Inszenierungen und andere visuelle Experimente waren geboten. Claus Ruh war sehr zufrieden mit der Qualität der Ideen. Gemeinsam mit dem Kursleiter Moritz Lang wurden fünf Entwürfe ausgesucht, die in der kommenden Zeit öffentlich an den Plakatflächen zu sehen sein werden. Seit Februar hängen über einen Zeitraum von 3 Wochen an 482 Stellen die Entwürfe von den Studierenden Talitha Bainbrigde und Andreas Limburger.

Andreas Limburger entschied sich für eine Art Cartoon, bei dem sich erst bei Dunkelheit die Pointe für den Betrachter eröffnete: ein vorlauter Vogel wird von der Katze geschnappt! Talitha Bainbrigde entschied sich ebenfalls für eine Illustration und interpretierte in Ihrer Lösung den Raum des Plakates als Raum um (Tag-)Träumen nach zu gehen, welche sich bei Dunkelheit farbenfroh und eindrücklich stilisiert, formatfüllend ausbreiten und darstellen lassen. „Für die Studierenden ist das eine sehr gute Möglichkeit Praxisluft zu schnuppern und sich in der Kommunikation mit Kunden und Druckereien zu üben. Das wird in der Regel mit großem Interesse sehr motiviert bei den Studierenden aufgenommen. Innerhalb von nur knapp drei Wochen hatten die Teilnehmer Ihre Konzeptionen fertig während des laufenden Betriebes ausgearbeitet“ erzählt Moritz Lang.

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